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Eine abenteuerliche Alternative ist der direkte Nachtzug in die Schweiz, der vorerst weiter verkehrt.

Die für viele Reisende beliebte direkte Zugverbindung zwischen den Niederlanden und der Schweiz entfällt ab dem 15. Juli 2024. Diese Nachricht markiert das Ende einer fast hundertjährigen Tradition, da die Verbindung erstmals im Jahr 1928 eingeführt wurde. Warum verschwindet diese ikonische Route und welche Alternativen gibt es für Reisende?

In den Anfangsjahren dieser Verbindung konnten vermögende Passagiere zwischen dem luxuriösen Rheingold über Deutschland oder der Edelweiss über Belgien, Luxemburg und Frankreich wählen. Diese klassischen Züge sind längst von der Strecke verschwunden, die Direktverbindung hat jedoch bis heute Bestand. Reisende, die den Amsterdamer Hauptbahnhof gegen 8 Uhr morgens oder später am Morgen aus Utrecht oder Arnheim verließen, kamen in etwa sieben Stunden am Bahnhof Basel an, sofern es keine Verspätungen gab.

Doch für diejenigen, die ein letztes Mal ohne Umsteigen von den Niederlanden nach Basel reisen möchten, wird die Zeit knapp. Die Strecke verschwindet am 15. Juli 2024 aus dem Fahrplan. Diese Entscheidung ist teilweise das Ergebnis umfangreicher Arbeiten auf der deutschen Eisenbahn, wo der Großteil der Reise stattfindet. Ein Sprecher der NS bestätigte gegenüber De Volkskrant, dass die Verbindung auf keinen Fall vor 2026 wieder in den Fahrplan aufgenommen wird. Die Deutsche Bahn, die die Ausrüstung für diese Zugfahrten liefert, scheint andere Verbindungen zu bevorzugen. Die NS selbst verfügt nicht über ausreichende Ressourcen, um die gesamte internationale Verbindung zu verwalten.

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Foto: © Pitane Blue - ICE-Bahnhof Utrecht

Ab Juli 2024 werden Zugfahrten in die Schweiz aufgrund der erforderlichen Umsteigezeiten mehr Zeit in Anspruch nehmen und komplexer. Reisende, die über Deutschland reisen, müssen voraussichtlich in Städten wie Köln, Frankfurt, Mannheim oder München umsteigen. Es ist ratsam, die Reise mit dem Reiseplaner von NS International gut zu planen, insbesondere angesichts möglicher Störungen aufgrund von Bahnarbeiten. Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise über Frankreich. Das bedeutet, dass Sie zunächst mit dem Eurostar nach Paris reisen, wo Sie zum Gare de Lyon umsteigen müssen, um die Reise in die Schweiz fortzusetzen.

Trotz dieser Änderungen gibt es noch einige Alternativen zur direkten Zugreise in die Schweiz. Eine abenteuerliche Option ist der Nachtzug, der vorerst weiter verkehren wird. Dieser Zug fährt abends von Amsterdam, Utrecht oder Arnheim ab und kommt etwa zwölf Stunden später in Basel oder Zürich an. Für Reisende, die eine lange, ununterbrochene Reise bevorzugen, bleibt dies eine attraktive Wahl.

Darüber hinaus besteht noch Hoffnung auf eine neue Direktverbindung dank des Privatunternehmens GoVolta. Dieses Unternehmen möchte günstige internationale Zugreisen anbieten und hofft, die Direktverbindung zwischen den Niederlanden und der Schweiz wiederzubeleben. Sollte dieser Plan jedoch umgesetzt werden, wird dies frühestens im Jahr 2025 der Fall sein.

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