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Pitane-Bild

Die Kilometersteuersätze für Lkw werden zum 1. Juli in Flandern und Brüssel erhöht.

Ab dem 1. Juli wird es in Belgien mehrere Änderungen im Bereich Mobilität geben, insbesondere in Bezug auf die Kilometergebühr für Lkw und die Kfz-Prüfung für Pkw. Diese Maßnahmen sollen die Nachhaltigkeit und Effizienz des Verkehrs verbessern und dauern an Viapass, die öffentliche Stelle, die die Kilometergebühr koordiniert und überwacht, wurde angekündigt.

Die Kilometergebühr für Lkw in Flandern und Brüssel wird ab dem 1. Juli um etwa 3 Prozent erhöht. Dieser Anstieg ist auf die jährliche Indexierung zurückzuführen. In Wallonien wurden die Tarife bereits am 1. Januar indexiert. Die neuen Tarife werden automatisch in der Software der On-Board Units (OBUs) der Lkw aktualisiert. Dies bedeutet, dass Lkw-Fahrer und Transportunternehmen mit höheren Kosten für die Nutzung der Straßen in diesen Regionen rechnen müssen.

keine neuen Straßen

Es ist wichtig zu erwähnen, dass in Flandern und der Region Brüssel-Hauptstadt keine neuen Straßen zum Kilometergebührennetz hinzugefügt werden. In der Wallonischen Region wird jedoch für einen Teil der N246 in Tubize keine Kilometergebühr mehr erhoben, was eine Ausnahme im Rahmen dieser Änderungen darstellt.

Die Kilometergebühr gilt für alle in- und ausländischen Lkw mit einer zulässigen Gesamtmasse (MTM) von mehr als 3,5 Tonnen. Der Satz ist abhängig vom MTM, der Euro-Abgasnorm des Fahrzeugs und der Region, in der der Lkw fährt. Allerdings gibt es einige Ausnahmen für emissionsfreie Lkw. Ab dem 1. Juli sind emissionsfreie Lkw in Brüssel von der Kilometergebühr befreit, eine Maßnahme, die eingeführt wurde, um die Ökologisierung des Logistiktransports zu fördern. In Flandern gilt diese Befreiung seit Anfang 2024, während in Wallonien emissionsfreie Lkw in die günstigste Kategorie fallen. Trotz dieser Ausnahmen müssen auch emissionsfreie Lkw eine OBU an Bord haben, um die gefahrenen Kilometer zu erfassen.

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(Text geht unter dem Foto weiter)
Verkehrssteuer
Foto: © Pitane Blue - Verkehrssteuerkontrolle

Ab Montag, 1. Juli 2024, gelten in Flandern und Brüssel neue Tarife für die Kilometergebühr. Dabei handelt es sich um eine Indexanpassung.

Neben den Änderungen bei der Kilometergebühr gibt es auch Änderungen bei den Regeln für die Kfz-Untersuchung von Personenkraftwagen. Ab dem 1. Juli müssen die meisten Pkw statt jährlich nur noch alle zwei Jahre einer Pkw-Prüfung unterzogen werden. Diese neue Maßnahme gilt für Fahrzeuge, die älter als vier Jahre sind und weniger als 160.000 Kilometer gefahren sind oder weniger als zehn Jahre alt sind. Fahrzeuge, die älter sind oder mehr Kilometer auf dem Tacho haben, müssen jährlich überprüft werden.

Darüber hinaus dürfen Pkw, leichte Lkw und leichte Anhänger ab dem 1. Juli auch außerhalb anerkannter Prüfstellen geprüft werden, beispielsweise bei Werkstätten, die eine Prüflinie installiert haben. Die Prüfung muss von Prüfern durchgeführt werden, die bei anerkannten Prüfinstituten tätig sind. Durch diese Änderungen soll der Druck auf die Testzentren verringert, Wartezeiten verkürzt und die Dienstleistungen verbessert werden.

föderal

Auch auf Bundesebene wurde eine wichtige Änderung angekündigt: Ab dem 1. Juli wird der Bund nur noch elektrische Dienstfahrzeuge kaufen oder leasen. Diese Maßnahme passt zum europäischen Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein. Europa hat bereits beschlossen, dass ab 2035 nur noch Autos verkauft werden dürfen, die kein CO₂ ausstoßen. Allerdings wird der Übergang zu nachhaltigen Servicefahrzeugen im Bund schrittweise erfolgen, wobei neue Fahrzeuge ab Mitte 2024 nachhaltig sein müssen.

Der Fuhrpark des Bundes umfasst derzeit 920 Fahrzeuge, ohne Polizei- und Verteidigungsfahrzeuge. Dabei handelt es sich vor allem um Servicefahrzeuge, die für bestimmte Aufgaben eingesetzt werden, beispielsweise für Zoll- oder Sozialkontrollen. Nur ein kleiner Teil der Beschäftigten, nämlich 170 der 65.000 Beamten, fährt einen Dienstwagen.

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